Beitrag zur Aufarbeitung der Folgen der SED-Diktatur
Untersuchung, Dokumentation und Veröffentlichung von Tatsachen zur
Fluchtbewegung aus der DDR unter besonderer Berücksichtigung der
Fluchtbewegung über die Ostsee
Bewahren eines wichtigen Teils der jüngsten Geschichte für die Nachwelt
Förderung der kritischen Auseinandersetzung mit der deutsch-deutschen
Geschichte
Informieren über das Grenzregime an der Ostseeküste
Erinnerung und Gedenken an die Opfer der DDR-Seegrenze
Materialsammlung
Auswertung von Archivmaterialien aus der Zeit der DDR
Auswertung von Literatur
Oral History: Flüchtlinge, Fluchthelfer, Retter und Bewacher der Grenze
werden als Zeitzeugen befragt
Sammeln und Sichern von Fotomaterial
Sammeln und Sichern von Dokumenten
Sammeln und Sichern von Exponaten
Veröffentlichung
Publikation der Forschungsergebnisse in Form der Ausstellung
"Über die Ostsee in die Freiheit"
Veranstaltungen wie Lesungen, Vorträge, Podiumsdiskussionen,
Zeitzeugengespräche und Aktionen
Publikationen in den Printmedien
Dokumentationen im Hörfunk
Dokumentationen im TV
Der Betreiber des NVA-Forums stellt allen Interessierten eine Plattform für den sachlichen Austausch von Informationen, Ansichten und Gedanken rund um die bewaffneten Organe der DDR, insbesondere die NVA und die Grenztruppen, zur Verfügung.
Eingeladen sind alle, die an einer sachlichen Auseinandersetzung interessiert sind. Dabei ist neben dem Gespräch von ehemaligen Angehörigen der bewaffneten Organe untereinander ausdrücklich der Austausch mit und zwischen Angehörigen ehemals feindlich gegenüberstehender Armeen sowie das generationsübergreifende Gespräch erwünscht.
Neben dem Forum und dem Chat - beides Plätze des direkten Austausches - werden den interessierten Nutzern eine Vielzahl Informationen rund um die bewaffneten Organe der DDR, insbesondere die NVA, angeboten.
Diese Informationen wurden mir von vielen Mitwirkenden innerhab und außerhalb des NVA-Forums zur Verfügung gestellt, bei denen ich mich an dieser Stelle ausdrücklich bedanke.
1946 wurde im Land Mecklenburg erste Grenzpolizeieinheiten aufgestellt. Diese handelten aber
ausschließlich an der Demarkationslinie zur Britischen Besatzungszone und an der Grenze nach Polen.
Die Seeseitige Sicherung/ Überwachung wurde durch sowjetischen Besatzungstruppen und später die VP
“See” in der DVdI.
Ab 1950 waren in der Grenzpolizei der DDR 4 Grenzpolizeibereitschaften im Land Mecklenburg, davon die
Grenzpolizeibereitschaft “Küste” mit Sitz in Doberan und der Bootsschule in Riebnitz.
1957 wurden innerhalb der Deutschen Grenzpolizei die 6. Grenzbrigade mit Sitz in Rostock formiert.
Neben dem Stab, der Bootsabteilung See und der 17. Grenzbereitschaft in Rostock war sie mit der
15. Grenzbereitschaft in Glowe und der 16. Grenzbereitschaft in Greifswald disloziert.
Mit der Umunterstellung der Grenzbrigaden der Deutschen Grenzpolizei unter das Kommando Grenze der
Nationalen Volksarmee im Ministerium für Nationale Verteidigung zum 15. September 1961 wurde die
6. Grenzbrigade Küste mit unterstellt.
Ab dem 1. November 1961 erfolgte dann die operative Unterstellung unter das Kommando der Volksmarine.
Diese operative Unterstellung blieb bis zum 31. März 1990 bestehen und “überstand” alle strukturellen
Veränderungen innerhalb der Grenztruppen.
Zwischenzeitlich war eine der 3 Grenzschiffsabteilungen in Saßnitz geführt, welche dann später auch
nach Warnemünde Hohe Düne verlegt wurde.
Erhalten blieb aber über die gesamte Zeit das Zusammenwirken mit den Grenztruppen. Einerseits
naheliegend durch den räumlichen Übergang zum Grenzregiment 6 im nordwestlichen Bereich der
Ostseeküste (außerhalb Barendorf).
Ebenso war die Grenzbrigade Küste immer ins gesamte Grenzsicherungs- und Grenzüberwachungsregime
der DDR eingebunden, was das Zusammenwirken ebenso bedingt hat.
Ab dem 01. April 1990 waren die verbliebenen Kräfte der Grenzbrigade Küste dem Chef Grenztruppen
wieder direkt unterstellt.
Anmerkenswert ist, das die 6. Grenzbrigade Küste immer als Grenzbrigade geführt wurde. Auch als die 7.
und 8. Grenzbrigade in Grenzabschnittskommandos (1961) umgebildet wurden. Ebenso, als 1971 die
Grenzkommando Nord, Süd und Mitte formiert wurden. Auch die “taktische” Nummer 6 der Grenzbrigade
blieb dann erhalten, als 1989 die Grenzbezirkskommandos gebildet wurden und es das GBK-5 und das
GBK-7 gab.
Zeittafel weiterer Ereignisse
Ab 1952 Zuführung von Booten
Ab 1971 - Zuführung von MSR- Kondor I / Projekt 89.1
Ab 1971 - Bau und Zuführung Grenzboot 23 (Bremse- Klasse, Projekt 1589)
1984 - Umzug der 1. GSA von Saßnitz nach Rostock- Hohe Düne
Dislozierung
Stab - Rostock
Stabskompanie - Rostock
Nachrichenkompanie - Rostock
ARIG - Rostock
Instandsetzungskompanie - Rostock
KfZ Lager - Kägsdorf
Wartungszug - Prerow
Pionierzug - Tarnewitz
Land
I. Grenzkompanie - Bansin/ Ahlbeck
II. Grenzbatallion - Stubbenkammer
III. Grenzbatallion - Graal Müritz
IV. Grenzbatallion - Tarnewitz
V. Grenzausbildungsbatallion - Kühlungsborn
I. Grenzkompanie Ahlbeck
1. Zug Bansin
2. Zug Ahlbeck
3. Zug Ahlbeck
Kontrollpunktzug Kamminke
Kontrollpunktzug Altwarp
II. Grenzbatallion Stubbenkammer
2. Grenzkompanie Sellin
3. Grenzkompanie Lohme
1. TBK Greifswalder Oie
2. TBK Selin
3. TBK Stubbenkammer
4. TBK Arkona
5. TBK Dornbusch
KPK Saßnitz
KPK Barhöft
III. Grenzbatallion Graal Müritz
4. Grenzkompanie Ahrenshoop
5. Grnezkompanie Graal- Müritz
6. Grenzkompanie Kühlungsborn
6. TBK Darßer Ort
7. TBK Wustrow
8. TBK Warnemünde
9. TBK Bukspitze
KPK Warnemünde
IV. Grenzbatallion Tarnewitz
7. Grenzkompanie Kirchdorf (Poel)
8. Grenzkompanie Brrok
10. TBK Poel
11. TBK Boltenhagen
12. TBK Barendorf
See- Kräfte
1., 2., 4. Grenzschiffsabteilung - Warnemünde/ Rostock Hohe Düne
Grenzschiffsausbildungsabteilung - Barhöft/ Barendorf
Grenzbootsgruppen - Altwarp, Stralsund, Barhöft, Tarnewitz, Wismar
Die Häfen bzw Liegeplätze der GBK waren innerhalb der regulären Häfen der Volksmarine, zusätzlich mit
Liegeplätzen an den Standorten der landseitigen Kräfte oder an Kontrollpunkten.
Schiffe und Boote der Grenzbrigade Küste und Vorgänger
KS-Boot "26 m Seekutter"
ab 1952 6 Boote als Grenzfahrzeuge, vorher kurz im Bestand der Seestreitkräfte, letztes Boot 1967
außer Dienst
KS-Boot "27,8 m Seekutter"
verbesserte Variante des "KS 26", die ersten 2 Boote gingen schon nach kurzer Zeit gemeinsam mit den 6
KS 26" 1952 zur Grenzsicherung, weitere 15 Boote wurden zunächst zum U-Jäger umgerüstet und 12
davon kamen 1962 dann zur Grenze, als die U-Jäger vom Projekt 201M zur VM kamen.
Die Außerdiensstellung begann 1962 und wurde 1969 abgeschlossen.
Reedeschutzboote DELPHIN
Die 12 Boote wurden 1953/1954 in die Seestreitkräfte eingeführt. 1957 kamen sie alle zur neugebildeten
Grenzbrigade Küste und wurden später modernisiert. Außerdienststellung 1964 - 1969
Reedeschutzboot TÜMMLER I
Die 6 Boote wurden 1954 in Dienst gestellt, die bis auf ein Boot nach und nach alle zur Grenzbrigade Küste
übergingen. Die Umsetzung erfolgte in den Jahren 1961/1962. Außerdiensstellung 1963/1964.
Reedeschutzboot TÜMMLER II
1956 kamen 6 Boote zu den Seestreitkräften, Übergang von 3 Booten analog TÜMMLER I.
Außerdienststellung 1963/1964.
Grenzkutter SAS “Zuckerkutter”
1945 -1947 mittels Zuckerlieferungen finanziert und teilweise sogar mit westdeutschen Kapitänen
besetzt. Zuerst Einsatz bei der Fischfängerei Saßnitz. Von den 11 Kuttern kamen nach Umbau 7 von der
GBK am 37.08.1965. Außerdienststellung 1 x 1976, 1x 1985, 3x 1986 und 2 x 1988. Ihre letzten
Dienstjahre verbrachten sie als schwimmende Kontrollpunkte und wurden nicht mehr im operativen
Grenzkontrolldienst eingesetzt.
Grenzboot GB-23
10 Boote als Neubau 1971/1972 durch die GBK in Dienst gestellt. Die Boote gingen 1990 zu den
Grenztruppen und später zum BGS über. 1992 gingen fünf Boote nach Tunesien, zwei nach Malta, die
restlichen wurden verschrottet (abgebrochen).
GB 23 - Projekt 1589 -Bremse- Klasse
Länge 23,1 Meter
Breite 4,7 Meter
Tiefgang 1,37 Meter
Besatzung 6 Mann
Geschwindigkeit ca. 17 sm/h
Diese wurden ab 1971 auf der Yachtwerft Berlin gebaut.
Angetrieben durch zwei Viertakt Dieselmotoren mit je 365 KW.
In Dienst gestellt wurden diese 10 Boote vom 27.11.1971 - 17.03.1972. Sie waren bis zum Schluss im
Einsatz.
Von diesen Booten wurden 1973 noch 4 Stück unter der Projektnummer 1582 in einer bewaffneten
Tropenvariante gebaut. Diese gingen an Tansania.
Nummer Indienststellung Bootsnummern Verbleib
03 27. 11. 1971 G30 G730 1992 - Jordanien
04 27. 11. 1971 G31 G731 1992 - Jordanien
05 27. 11. 1971 G32 G732 1992 - Tunesien
06 27. 11. 1971 G33 G733 1992 - Malta
07 17. 03. 1972 G34 G734 BGS, BG 62
08 17. 03. 1972 G35 G735 BGS, BG 64
09 17. 03. 1972 G36 G736 1992 - Tunesien / Bullarija
10 17. 03. 1972 G37 G737 1992 - Tunesien
11 17. 03. 1972 G38 G738 1992 - Tunesien
12 17. 03. 1972 G39 G739 1992 - Tunesien
Minenräumboot SCHWALBE
Einführung bei den Seestreitkräften ab 1953 in (1969) an die GBK (außer Dienst 1973), von der 3. BA
kamen 8 Boote (6 x 1965 und 2 x 1969) zur GBK (6 Boote 1971 a.D.; 2 Boote 1973 a.D.)
Weitere Boote
1950 erheilt die Grenzpolizei-Küste 9 Hafenlimousinen (10m Länge, 2,10 m Breite), die an den Zufahrten
zu den inneren Seegewässern stationiert wurden.
Diese wurden ergänzt durch 14 Streckenboote (12,5 m Länge, 2,60 m Breite), die 1950/1951 gebaut
wurden. Der Einsatz erfolgte vorwiegend auf den Ansteuerungen zu den Häfen, bei günstiger See auch in
Küstennähe.
1951/1952 folgte nochmals eine Serie von 18 Streckenbooten/Schnellen Kontrollbooten (Länge 9,5 m,
Breite 2,32 m) , wovon aber einige auf den Binnengewässern zum Einsatz kamen. Die Einsatzaufgaben
waren analog denen der Streckenboote.
Außerdem verfügte man noch über 3 Kutter verschiedenen Ursprungs. Dazu gehörten u.a zwei sogenannte
Zollkutter, die 1954 zugeführt wurden.
Projekte
1974 wurde mit den Planungen zum Projekt 410 "Grenzsicherungsboot Küste" begonnen.
Zwischenzeitlich ruhte das Projekt und wurde 1979 von der Peenewerft (vorher Yachtwerft Berlin) aber
wieder aufgenommen.
Letztendlich scheiterte das Projekt 1980 am Geld und veränderten Einsatzplanungen. Das Boot sollte
übrigens mit einem Beiboot in einer Slipwanne im Heck ausgerüstet werden.
1985 wurde mit der Entwicklung des Projektes 422 begonnen. Es sollte die Grenzkutter SAS und die
Grenzboote GB-23 ablösen. Als Hauptaufgabe war die Grenzsicherung, als Nebenaufgabe der Einsatz als
Hilfs-MAW geplant.
Da die Forderungen der VM an das Projekt 422 nicht umgesetzt werden konnten, begann man noch 1988
mit der Entwicklung des Küstenwachbootes Projekt 155 . Aus finanziellen Gründen sollte es letztendlich
nur noch in der Grenzsicherung zum Einsatz kommen.
MSR Projekt 89.1
Eine ausführlichere Beschreibung zu diesem Schiffstyp beim Thema Wasserfahrzeuge. Von 1969 bis 1970 durch die VM in
Dienst gestellt, kamen von den 21 Schiffen im Zeitraun 1971 - 1973 (10 x 1971; 4 X 1972 und 4 X 1973) 18 zur
Grenzbrigade Küste. 1989/1990 begannen die ersten Außerdiensstellungen , einige Schiffe gingen noch zum neu gebildeten
Grenzschutz über.
Allgemeines, Daten
Das Projekt 89.0 sollte eine neue Generation von MSR-Schiffen bilden. Bei der Entwicklung wurde der
Einsatz von Dieselmotoren des Typs 12 KVD 20/21A (Entwicklung durch Deutsche Reichsbahn)
vorgesehen. Als sich aber herausstellte, das bei diesem Motor Bauteile aus "westlichen" Importen zum
Einsatz kommen sollten, nahm die Volksmarine Abstand von diesem Motor. Dafür wurde der bereits
bewährte sowjetische Motor vom Typ 40D vorgesehen. Das erforderte aber ein neues Projekt, das
Projekt 89.1
In den Jahren 1969/70 wurden 21 Schiffe von der Volksmarine übernommen. 18 Schiffe wurden ab 1971
beginnend an die Grenzbrigade Küste übergeben (1971 10 Schiffe; 1972 4 Schiffe; 1973 4 Schiffe). Die
restlichen 3 Schiffe kamen zunächst zur Schulbrigade (siehe dazu Namen und Verbleib). Als Ersatz
erhielt die Volksmarine Schiffe vom Projekt 89.2.
Die Räumgeräte blieben zunächst an Bord (die Schiffe waren MAW-Mobilmachungsreserve) obwohl das
Personal um 4 MAW-Stellen reduziert wurde. Später wurden erneut zwei Gasten Opfer der
Personalkürzungen und die Räumgeräte wurden von Bord gegeben. Die Besatzung hatte sich damit von
ursprünglich 24 Mann auf 18 verringert.
1984 wurden die Schiffe zu Küsten-Minenabwehrschiffen umklassifiziert.
Der Stückpreis pro Schiff lag bei 7,3 Millionen Mark.
Auch für zwei Torpedofangboote vom Projekt 65.1 war dieses Projekt die Grundlage.
Daten
Deplacement: 329 t
Länge: 51,91 m
Breite: 7,12 m
Tiefgang: 2,30 m
Geschwindigkeit: 20 sm/h
Besatzung: 18 (ursprünglich 24)
Bewaffnung
1 x 25 mm Doppellafette 2-M-3
Minenräumgeräte
Scheerdrachengerät SDGR/L
Holstabräumgerät HFG 13, HFG 24akustische Räumgeräte AT-2 oder FRG3E
Schiffe und Verbleib
Leider wird in einigen Publikationen sehr stiefmütterlich mit den Angaben zum MSR-kurz umgegangen, da
sie ja zur 6. GBK gehörten. Selbst bei "Röseberg - Schiffe und Boote der Volksmarine" stimmen die
Angaben nicht ganz, da zumindest ein Schiff zeitweilig vom Bundesgrenzschutz nach meinen
Erkenntnissen in Fahrt gehalten wurde (siehe dazu angefügtes Foto).
Bereits 1989 wurde mit der Außerdiensstellung und dem Abbruch der Schiffe begonnen. 11 Schiffe
wurden mit unterschiedlicher Bestimmung in das Ausland verkauft. Bei einigen Schiffen konnten bisher
noch keine Daten für die offizielle Außerdienststellung ermittelt werden. Die Kennnung GS bezieht sich
auf den Grenzschutz der noch zu DDR-Zeiten aus den Grenztruppen entstand.
Daten und Angaben in folgender Reihenfolge:
Name, letzte Kennung VM bzw. GBK, in Dienst - außer Dienst, Verbleib
G = 6.GBK, GS = DDR-Grenzschutz (1990)
GREIFSWALD -V 814-; 29.05.1960 - 02.04.1990; ab 1972 Schulbrigade Parow, ab 1981 Erprobungschiff
WTZ Wolgast, Guinea-Bissau
BERGEN -S 425-; 29.05.1969 - 20.05. 1981, Fischereiforschungsschiff WARNEMÜNDE
ANKLAM -S-26-; 30.05.1969 - 01.12.1976; 1971 - 1981 Schulbrigade Parow, dann GST-Schulschiff ERNST
THÄLMANN, 1990 nach Großbritannien Umbau zur Motoryacht
ÜECKERMÜNDE -GS 411; 01.07.1969 - ??; Verkauf nach Malta
DEMMIN -GS 422-; 16.08.1969 -??; Verkauf nach Tunesien
MALCHIN -GS 441-; 18.10.1969 - ??; Verkauf nach Tunesien
ALTENTREPTOW -GS 414; 05.09.1969 - ??; Verkauf nach Tunesien
PASEWALK -GS 423-; 18.10.1969 - ??; Verkauf nach Malta
TEMPLIN -GS 442-; 20.12.1969 - ??; Verkauf nach Tunesien
NEUSTRELITZ -G 412-; 20.12.1969 - 28.02.1990, Kopenhagen abgebrochen
VITTE -G 421-; 18.02.1970 - 06.02.1990; abgebrochen
ZINGST -G 444; 08.05.1970 - 02.03.1989, abgebrochen
PREROW -G 413-; 15.05.1970 - 02.02.1989, abgebrochen
Graal-Müritz -G 424; 25.05.1970 - 20.10.1989, abgebrochen
KÜHLUNGSBORN -GS445-; 03.06.1970 - ??, BGS BG 32, Verkauf nach Kap Verde
AHRENSHOOP -GS 415; 08.08.1970 - ??; Verkauf nach Tunesien
KIRCHDORF -G 425-; 19.09.1970 - 15.08.1990, abgebrochen
BOLZENHAGEN -GS 443-; 19.09.1970 - ??; Verkauf nach Malta
KLÜTZ -G 416-; 03.10.1970 - 28.02.1990, Sonderborg,abgebrochen
RERIK -G 426-; 12.11.1970 - 28.02.1990, Sonderborg,abgebrochen
BANSIN -G 446-; 24.12.1970 - 28.02.1990, abgebrochen
Anmerkung: Röseberg gibt die Außerdienststellung für die KÜHLUNGSBORN, AHRENSHOOP und
BOLTENHAGEN mit dem 02.10.1990 an. Zumindest für die KÜHLUNGSBORN ist diese Angabe fraglich.
In der 1. Auflage "DIE ANDERE DEUTSCHE MARINE" ist kein Datum für die Außerdiensstellung dieser
Schiffe angegeben.
Handlungsweisen
Operative Unterstellung unter die Volksmarine mit entsprechender Abstimmung
Beibehaltung der Minensuch- und Räumkapazitäten
Seeseitige Sicherung und Überwachung
Landseitige Sicherung und Überwachung
Funktechnische Aufklärung und Zusammenwirken mit Küstenschutzartillerie und Funkabteilung 18
Kommandeure/ Chef Grenzbrigade Küste
01. 11. 1961 bis 31. 12. 1961 Fregattenkapitän Fritz Fischer (m.d.F.b.)
01. 01. 1962 bis 30. 11. 1963 Kapitän zur See Heinrich Jordt
01. 12. 1963 bis 30. 11. 1964 Fregattenkapitän Fritz Fischer (m.d.F.b.)
Kapitän zur See Fritz Fischer (ab 01. 10. 1964/m.d.F.b.)
01. 12. 1964 bis 30. 11. 1979 Kapitän zur See Heinrich Jordt
Konteradmiral Heinrich Jordt (ab 01. 03. 1974)
01. 12. 1979 bis 30. 09. 1990 Kapitän zur See Herbert Städtke
Konteradmiral Herbert Städtke (ab 01. 03. 1984)
Sonstiges
Taktische Nummerierung am Beispiel G-424
G - Grenzbrigade Küste
4 - Kondor Klasse
2 - 2. Grenzschiffsabteilung
4 - 4. Schiff
Besondere Vorkommnisse
Entführung eines Grenzschiffes durch Bodo Strehlow
Personal und Ausbildung
Die seemännischen Kräfte (Berufskader) wurden durch die Volksmarine ausgebildet. Die Mannschaften,
see- wie landseitig wurden regulär in der Grenzschiffsausbildungsabteilung und dem
Grenzausbildungsbataillon ausgebildet. Die landseitigen Berufskader wurden an der OHS der
Grenztruppen ausgebildet.
Exkurs - Ebenso, wie die 6. Grenzbrigade Küste nach ihrer Aufstellung 1957 im Zuge der
Einführung der Brigadestruktur bei der Deutschen Grenzpolizei erfolgte und hier über die
gesamte Zeit der Existenz erhalten blieb, war die Existenz eines Grenzausbildungsbatallions in
der Grenzbrigade etwas, was schon 1957 in allen Grenzbrigaden praktiziert wurde. Diese
dedizierten Ausbildungsbatallione exisierten ebenso in der NVA und blieben, bezogen auf die GBK
hier erhalten, dies im Gegensatz zur NVA und den Grenztruppen sonst (wo schrittweise,
beginnend mit der Zusammenführung in den Offiziersschulen und später Offiziershochschulen,
den Unteroffiziersschulen und den Ausbildungszentren zusammengeführt wurde).
Die Personalstärke der Grenzbrigade Küste belief sich durchschnittlich auf 2000 Mann.
Forum der 1. Flottille der Volksmarine Peenemünde
3.MSR-Schiffsabteilung
3.UAW-A
3.UAW-A
07/1959 bis 12/1962 Seestreitkräfte/Volksmarine - als Mot-Gast und Schiffstaucher -
09/1959 bis 11/1959 auf MLR Krake (Name u. Nr. nicht mehr bekannt)
11/1959 bis 12/1962 auf MLR Habicht 780/Schiff "Cottbus", Baunummer 2006; 4. Flottille/Warnemünde