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Geschichte
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Grenzhelferarmbinde |
Zwischen 1961 und 1989 war im Ostseebad Kühlungsborn
die Grenzbrigade Küste stationiert. Anwohner und Besucher
mussten fast 40 Jahre ein abschreckendes Kontrollsystem
ertragen, das Fluchtversuche verhindern sollte. Bereits
weit im Landesinnern wurde durch Polizei, Staatssicherheit,
Behörden und Informanten auf „verdächtige Bürger“ geachtet.
Millionen von Touristen, die jährlich an die Ostsee kamen,
mussten ihren Urlaub unter besonderen Pflichten verbringen.
Strenge Gesetze regelten den Badebetrieb, die Übernachtungen,
die Meldepflicht und das Benutzen aller Arten von Wasserfahrzeugen. |
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Ziel der Fluchten waren die 40 km entfernt liegende Küste
Schleswig Holsteins und Dänemarks. 38 Fluchtversuche von
Kühlungsborn aus sind beschrieben. 15 Menschen erreichten
das andere Ufer. Eine unbekannte Anzahl Menschen starb
bei der Flucht. Sehr viele Menschen wurden aber schon,
bevor sie ans Wasser traten, aufgegriffen.
Fluchtrouten von Kühlungsborn aus
(darunter auch mißglückte) |
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Bereits weit im Landesinnern wurde durch Polizei, Staatssicherheit,
Behörden, Informanten auf verdächtige Bürger
geachtet.
Die umfangreichen Grenzanlagen prägten das Landschaftsbild
der Ostseeküste. Von über 70 Beobachtungsstellen aus,
überwachten Grenzsoldaten der „Grenzbrigade Küste“ den
Küstenstreifen und die Ostsee. Freiwillige Grenzhelfer
unterstützen sie dabei.
Wappen der
GBK Küste |
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Streifen der mit Maschinenpistolen bewaffneten
Soldaten mit Schäferhunden patrouillierten am Strand. Einsatzfahrzeuge
mit umfangreicher Technik waren im Bedarfsfall schnell vor
Ort.
Mobile Scheinwerfer wurden abwechselnd an verschiedenen Küstenpunkten
aufgebaut. |
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16 KW-Suchscheinwerfer auf der Strandpromenade, Strandpatrouille |
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Grenzschiff |
Die Seebewachung der staatlichen 3-Meilen-Zone übernahmen
Schiffe des Typs MSR ( Mienensuch- und Räumschiff)), die
im Morgengrauen und nachts ein festgelegtes Gebiet nach
Flüchtenden absuchten. Die Grenzbrigade Küste hatte den
gesamten Seeverkehr entlang der DDR - Staatsgrenze unter
Kontrolle. Ein Küstenschutzschiff der Volksmarine lag auf
Vorposten im Fehmarnbelt.
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