Der Grenzturm
1972 wurde der Grenzwachturm (BT 11) an der jetzigen Stelle
errichtet. Von der 15 m hohen Kanzel aus konnten die Grenzer
ein bis zu 12 Seemeilen weites Gebiet absuchen. Die Grenzbrigade
Küste war in Kühlungsborn Ost stationiert. In Kühlungsborn
West, am Riedensee, befand sich das Ausbildungsbatallion.
Ca 70 Türme diese Typs standen entlang der Grenze. Heute
sind nur noch drei erhalten.
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Technische
Daten:
Grenzbeobachtungsturm BT 11
Baujahr 1972
Kanzelhöhe: 11 m
Gesamthöhe: 15 m |
| Zweck: |
Beobachtung von Bewegungen und Fluchtversuchen
an der Grenze |
| Besatzung: |
4 Personen, Nutzung bis Windstärke 6 |
| Ausrüstung: |
Notstromversorgung, 8 verschließbare Schießscharten,
Feuerlöscher, Heizung, Suchscheinwerfer |
| Kommunikation: |
„Grenzmeldenetz“ |
Der
„Turmalltag“ der Grenzsoldaten:
Die Soldaten bestiegen über versetzte Stahlleitern die
Kanzel, die einen 360°-Panoramablick über Meer und Küste
ermöglichte. Jede verdächtig erscheinende Bewegung
wurde protokolliert. Mit dem Fernrohr wurde das Wasser
stetig nach Auffälligem abgesucht. Durch die Funkeinrichtungen,
die in das Grenzmeldenetz eingebunden waren, konnten die
Grenzschiffe oder Landeinheiten sofort verständigt werden.
Nachts strich der Strahl des Suchscheinwerfers vom Dach
regelmäßig über den Strand oder wurde auf verdächtige Objekte
gerichtet. Auf der Strandpromenade wurde zusätzlich ein
16 KW-Hochleistungsscheinwerfer aufgefahren.
Inneneinrichtung: starkes Fernrohr, fest
montiert auf Stativ und
Handfernrohr, Funkeinrichtungen, Schreibtisch mit Karten,
Uhr
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